Test: HyperX SoloCast 2 Pro - Kompaktes USB-Mikrofon mit cleveren Extras

Einfach anschließen und loslegen, das klingt jetzt bei USB-Mikrofonen zunächst wenig spektakulär. Das HyperX SoloCast 2 Pro möchte aber mehr sein als eine simple Lösung für den Discord-Chat oder Podcasts. Mit zwei Kondensatorkapseln, integrierter Vibrationsdämpfung, einem internen Popschutz und zusätzlichen Audiofunktionen richtet sich das angenehm kompakt gehaltene Mikrofon an Gamer, Streamer und alle, die bei Sprachaufnahmen Wert auf gute Qualität legen, ohne gleich mehrere hundert Euro ausgeben zu müssen.

Dabei bleibt HyperX seinem Ansatz treu, möglichst viel Technik in einem übersichtlichen Gerät unterzubringen. Statt eines großen Mischpults oder einer umfangreichen Sammlung an Zubehör gibt es einen USB-Anschluss, einen Touch-Sensor für die Stummschaltung und eine Software, mit der sich der Klang anpassen lässt. Das klingt nach einer praktischen Lösung für den Schreibtisch. Wir schauen uns jetzt an, was das SoloCast 2 Pro von der normalen Version unterscheidet und worauf es bei einem Mikrofon für Gaming, Streaming und Videokonferenzen ankommt.

Hinweis zur Verfügbarkeit

Unser Testmodell hat uns vor ein paar Wochen erreicht, allerdings sind die Verfügbarkeit und der Preis in Deutschland schwer abzuschätzen. Aktuell – Stand Mitte Oktober 2026 – wird das Pro-Modell zwar auf der Homepage von HyperX geführt, konkrete Händlerangebote oder Preise finden sich dort aber nicht. Lediglich die amerikanische Webseite nennt eine unverbindliche Preisempfehlung von 89,99 US-Dollar aus. Das Mikrofon ist dort derzeit allerdings nicht auf Lager und wird als „Coming Soon“ geführt. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Test: HyperX SoloCast 2 Pro - Kompaktes USB-Mikrofon mit cleveren Extras

Technische Daten des HyperX SoloCast 2 Pro

– Mikrofontyp: USB-Kondensatormikrofon

– Kapseln: Zwei 14-mm-Elektret-Kondensatorkapseln

– Richtcharakteristik: Niere

– Anschluss: USB-C

– Abtastraten: 44,1, 48, 96 und 192 kHz

– Bittiefe: 16, 24 und 32 Bit

– Kopfhöreranschluss: 3,5 mm zur direkten Audiokontrolle

– Bedienung: Tap-to-Mute-Sensor

– Zusatzfunktionen: Dynamikkompression, KI-Geräuschunterdrückung und Hoch-/Tiefpassfilter über HyperX NGENUITY

– Beleuchtung: RGB-Ring mit Pegelanzeige

– Gewicht: 380 Gramm, mit USB-Kabel insgesamt 410 Gramm

– Kompatibilität: PC, Softwareanpassungen über HyperX NGENUITY, PlayStation, Mac

Kompaktes Design für den Schreibtisch

Das HyperX SoloCast 2 Pro kommt in einer kompakten Verpackung, die neben dem Mikrofon noch ein ausreichend dimensioniertes USB-A auf USB-C-Kabel, einen  Vliesbeutel zum sicheren Transport sowie eine kurze Anleitung enthält. Mehr braucht es auch nicht, denn das Mikrofon benötigt keinen großen Aufbau und ist in Minuten einsatzbereit. Der integrierte Standfuß ermöglicht die direkte Platzierung auf dem Schreibtisch. Wer das Mikrofon lieber auf einem Schwenkarm montieren möchte, kann die vorgesehenen 5/8- und 3/8-Zoll-Gewinde verwenden.

Auch die bequeme Neigungsverstellung am Fuß hilft dabei, das Gerät auf die Sitzposition auszurichten. Das ist gerade bei einem Mikrofon wichtig, das nicht nur für gelegentliche Sprachchats, sondern auch für längere Gaming-Sessions, Streams oder Aufnahmen gedacht ist. Schließlich sollte das Mikrofon möglichst wenig Aufmerksamkeit verlangen, sobald die eigentliche „Arbeit“ beginnt. Der Ersteindruck der Verarbeitung und der verwendeten Materialien ist sehr positiv: Das mit 380 Gramm sehr solide Gerät steht sicher und nur mit Gewalt verrückbar auf dem Tisch. Es ist also nicht zu befürchten, dass im „Eifer des Gefechts“ die Sprachaufnahme leidet, auch wenn man sich einmal etwas heftiger bewegt.

Test: HyperX SoloCast 2 Pro - Kompaktes USB-Mikrofon mit cleveren Extras

Pro macht den Unterschied

Der Name SoloCast ist bereits bekannt, doch das SoloCast 2 Pro bietet einige wesentliche technische Verbesserungen gegenüber dem günstigeren SoloCast 2. HyperX stattet die Pro-Version mit zwei 14-mm-Kondensatorkapseln aus und ergänzt sie um Funktionen, die besonders bei regelmäßigen Sprachaufnahmen interessant sind. Dazu zählen die integrierte Dynamikkompression und weitere, sinnvolle Möglichkeiten zur Klangbearbeitung. Über die HyperX-NGENUITY-Software lassen sich unter anderem Hoch- und Tiefpassfilter sowie eine KI-gestützte Geräuschunterdrückung konfigurieren. So kann das Mikrofon an die jeweilige Umgebung und den gewünschten Klang angepasst werden.

Test: HyperX SoloCast 2 Pro - Kompaktes USB-Mikrofon mit cleveren Extras

Auch, wenn das Mikrofon „Out of the Box“ an einem Windows-Betriebssystem in wenigen Minuten erkannt wird und direkt einsatzbereit ist, solltet ihr auf keinen Fall auf die NGENUITY-Software verzichten, um die Funktionen optimal nutzen zu können. Die Nierencharakteristik ist vor allem für die Aufnahme einer einzelnen Stimme gedacht. Das Mikrofon ist am empfindlichsten auf der Vorderseite, während Geräusche von hinten und von den Seiten weniger stark aufgenommen werden. Ganz verschwinden störende Umgebungsgeräusche dadurch allerdings nicht. Wie gut das in der Praxis funktioniert, hängt unter anderem von der Positionierung, dem Raum und dem Abstand zum Mikrofon ab. Hier sollte man das Setup vor der ersten Aufnahme gründlich ausprobieren.

Test: HyperX SoloCast 2 Pro - Kompaktes USB-Mikrofon mit cleveren Extras

Sprachqualität: Klar verständlich und sauber

Bei einem Gaming-Mikrofon zählt vor allem, wie die eigene Stimme bei anderen ankommt. Im Discord-Chat möchte man ja nicht ständig nachfragen müssen, weil einzelne Wörter untergehen. Beim Streaming und bei Sprachaufnahmen fallen eine unangenehme Klangfärbung oder störende Hintergrundgeräusche sogar noch stärker auf und können im schlimmsten Fall einen kompletten Stream oder einen Podcast „versauen“.

HyperX setzt beim SoloCast 2 Pro auf eine Kombination aus Kondensatorkapseln und integrierter Signalbearbeitung. Die Dynamikkompression soll dabei helfen, Lautstärkeunterschiede auszugleichen, was in der Praxis auch gelingt. Zusammen mit den verfügbaren Filtern lässt sich die Sprachaufnahme gezielt beeinflussen, ohne dafür zusätzliche Hardware auf dem Schreibtisch unterbringen zu müssen.

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Praktisch: Stummschalten per Fingertipp

Eine der nützlichsten Funktionen unserer Meinung nach ist der Tap-to-Mute-Sensor auf der Oberseite. Statt in einer Software nach der Stummschaltung zu suchen oder eine Tastenkombination zu bemühen, genügt ein einfaches Berühren des Mikrofons. Zusätzlich signalisiert eine LED-Anzeige den aktuellen Status. Das ist besonders bei spontanen Gesprächen praktisch, wenn kurz Ruhe sein soll oder im Hintergrund etwas erledigt werden muss. Der Sensor ist außerdem eine gute Ergänzung für Streams, bei denen sich die Stummschaltung schnell und unkompliziert bedienen lassen sollte.

Der RGB-Ring übernimmt noch eine weitere Aufgabe: Er kann den aktuellen Pegel anzeigen und dient damit nicht nur der Optik. So lässt sich der Eingangspegel auf einen Blick kontrollieren. Die Pegelanzeige ist im Alltag intuitiv verständlich und erweist sich als praktische Hilfe. Ein weiterer Unterschied zur einfacheren Ausstattung ist der 3,5-mm-Kopfhörerausgang. Damit lässt sich das Audiosignal direkt am Mikrofon kontrollieren, ohne den Umweg über einen separaten Anschluss am PC nehmen zu müssen. Gerade beim Einrichten einer Sprachaufnahme kann das hilfreich sein: Wer seine Stimme direkt abhören kann, bemerkt auch schneller, ob der Pegel stimmt oder störende Nebengeräusche auftreten. Für ein möglichst einfaches USB-Setup definitiv eine sinnvolle Ergänzung.

Fazit: Mehr als ein Mikrofon für den Discord-Chat?

Das HyperX SoloCast 2 Pro möchte die Lücke zwischen unkompliziertem USB-Mikrofon und individuell anpassbarem Streaming-Werkzeug schließen. Die zwei Kondensatorkapseln, die integrierte Vibrationsdämpfung, der interne Popschutz und die zusätzlichen Audiofunktionen ergeben ein optisch schickes und technisch abgerundetes Paket, das ohne weiteres Zubehör auskommt. Besonders interessant sind Funktionen wie die Dynamikkompression, die KI-unterstützte Geräuschunterdrückung und die Filter in der NGENUITY-Software. Dazu kommen der Kopfhöreranschluss zur direkten Kontrolle, der Tap-to-Mute-Sensor und der RGB-Ring mit Pegelanzeige. Wer regelmäßig streamt, aufnimmt oder seine Sprachqualität gezielt optimieren möchte, sollte sich die Pro-Version unbedingt näher

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