
Nicht jedes Gaming-Headset muss aussehen, als wäre es für schweißtreibenden E-Sport konzipiert und auf perfekte Ergonomie getrimmt. Nicht, dass es an diesen Merkmalen etwas auszusetzen gäbe, aber das bedeutet meist auch, dass den Headsets ein hervorstechendes optisches Alleinstellungsmerkmal fehlt. Manchmal darf es dann auch ein bisschen niedlicher sein, und genau hier setzt das Razer Kraken Kitty V3 Pro an, das mit seinen markanten Katzenohren und der RGB-Beleuchtung garantiert nicht unbemerkt bleibt.
Besonders für Streamerinnen und Streamer, die ihren Auftritt vor der Kamera bewusst gestalten oder auf Instagram und TikTok eine besonders auffällige Präsentation erreichen möchten, dürfte das Headset interessant sein. Ob beim gemütlichen Gaming-Abend, beim Plausch mit der Community oder im Cosplay-Umfeld: Die Kitty-Optik ist schon ein Statement und hebt sich deutlich von der Masse ab. Aber trotz dem Prinzip „Hingucker“ sollte die Technik nicht im Seitenaus stehen und ein exzellenter Klang sowie sinnvolle Features geboten werden. Wie viel moderne Technik hinter dem auffälligen Katzen-Look steckt, haben wir in einem ausführlichen Test ergründet.
Technische Daten: Razer Kraken Kitty V3 Pro
– Treiber: 40-mm-Razer-TriForce-Titanium-Treiber
– Frequenzgang: 20 Hz bis 28 kHz
– Audio: THX Spatial Audio
– Mikrofon: Einziehbares Razer HyperClear Super-Wideband-Mikrofon
– Verbindung: 2,4-GHz-Funk, Bluetooth 5.3 und USB
– Akkulaufzeit: Bis zu 70 Stunden laut Hersteller
– Ohrpolster: Kunstleder mit Memory-Schaumstoff
– Gewicht: Rund 390 Gramm
– Beleuchtung: Razer Chroma RGB an Ohrmuscheln und Katzenohren
– Kompatibilität: PC, Mac, PlayStation 4 und 5 sowie kompatible Mobilgeräte
– Farben: Schwarz, Weiß und Quartz

Ersteindruck: Ein hochwertig verarbeitetes Headset mit enormen Niedlichkeitsfaktor
Schon auf den ersten Blick macht das Razer Kraken Kitty V3 Pro klar, dass es nicht nur um möglichst guten Sound geht, sondern die Optik eine zentrale Rolle spielt. Die beiden Katzenohren auf dem Kopfbügel sind der Blickfang schlechthin und zusammen mit der RGB-Beleuchtung, entsteht so ein Design, das gerade vor der Webcam seine Wirkung entfaltet. Wer regelmäßig streamt, Cosplay betreibt oder einfach Freude an einem verspielten Look hat, bekommt hier ein Accessoire, das garantiert Aufmerksamkeit auf sich zieht. Razer bietet das Headset in Schwarz, Weiß und der markanten Farbvariante Quartz an. Damit lässt sich die Kitty einfach an unterschiedliche Setups anpassen.
Neben dem Headset finden sich in der Verpackung noch der 2,4 GHz Funk-Dongle, der dank Razer HyperSpeed eine latenzarme Übertragung ermöglicht sowie zwei USB-Anschlusskabel, eines mit USB-A und USB-C-Stecker und ein weiteres Mit USB-A-Stecker und USB-C-Buchse zwecks Verlängerung. Das war‘s und mehr braucht es auch nicht, um das Kitty in Betrieb zu nehmen. Der optische und haptische Ersteindruck ist hervorragend:

Das verwendete Protein-Kunstleder, bei dem in der Herstellung Proteinpulver beigemischt wird, um eine bessere Atmungsaktivität und eine besondere Weichheit zu erreichen, fühlt sich wirklich extrem gut an. Die Ohrpolster aus Memory-Schaustoff sorgen für einen angenehmen Sitz, der auch nach stundenlangen Streaming-Sessions komfortabel ist. Allerdings gehört das Kitty mit rund 390 Gramm nicht zu den besonders leichten Headsets.
Der Miau-Faktor: RGB-Beleuchtung für den großen Auftritt
Die Katzenohren sind mehr als eine aufgesetzte Dekoration. Dank Razer Chroma RGB lassen sich sowohl die Ohren als auch die Ohrmuscheln beleuchten und mit unterschiedlichen Effekten versehen. Dabei stehen zahlreiche Farben und Animationen zur Verfügung und die Beleuchtung kann sich zudem mit mehr als 300 Spielen und 500 Geräten synchronisieren. Das konnten wir natürlich nicht komplett ausprobieren, die dynamische Beleuchtung ist aber definitiv eines der Highlights der Kitty. Bedingung ist aber, dass die Razer-Software Synapse und Chroma installiert wird. Das kann man aber auch nur unbedingt empfehlen, um die Features nutzen zu können.
Das ist vor allem für Streaming interessant. Wer seinen Kanal mit einem eigenen visuellen Stil aufbaut, kann das Headset als Teil des gesamten Auftritts einsetzen. Zusammen mit passender Beleuchtung, einem farblich abgestimmten Hintergrund und entsprechendem Zubehör ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Die Kitty muss dabei nicht einmal permanent in grellen Farben leuchten: Auch dezente Effekte können ihren Reiz haben. Hier ist ausprobieren angesagt, um den perfekten Auftritt hinzulegen.

Kabellos unterwegs: Drei Verbindungsmodi
Unterstützt werden drei Verbindungsarten: eine kabellose 2,4-GHz-Verbindung über HyperSpeed Wireless, Bluetooth 5.3 und eine kabelgebundene USB-Verbindung. Das macht die Kitty vielseitig: Am PC oder PlayStation-Konsole lässt sich das Headset kabellos nutzen, Bluetooth ermöglicht die Verbindung mit einer ganzen Reihe kompatibler Mobilgeräte, und über USB steht eine kabelgebundene Alternative zur Verfügung. Wer zwischen verschiedenen Geräten wechselt, profitiert damit von der Flexibilität.
Auch die Akkulaufzeit fällt auf dem Papier großzügig aus. Razer gibt bis zu 70 Stunden an. Wie lange das Headset tatsächlich durchhält, hängt natürlich von der Nutzung und den gewählten Beleuchtungseinstellungen ab. Hier gilt die Faustregel: Mit vollem RGB-Einsatz sinkt der Zeitraum bis zum nächsten Laden merklich.
Klang und Mikrofon: Kann die Kitty auch akustisch überzeugen?
Bei aller Liebe zu den Katzenohren sollte ein Gaming-Headset natürlich auch akustisch überzeugen. Und das kann das Headset, denn die 40-mm-TriForce-Titanium-Treiber sorgen für ordentlich Druck im Bassbereich, ohne Dynamikverluste im Mitten- und Höhenbereich, die einen angenehm differenzierten und sauberen Klang erzeugen. Gerade bei actionreichen Spielen kann zudem eine präzise Ortung hilfreich sein, etwa wenn Schritte, Schüsse oder andere Geräusche Hinweise auf die Position von Gegnern geben. Auch in der Disziplin Räumlichkeit leistet sich das Kitty keinen hörenswerten Schwächen.

Beim Mikrofon setzt Razer auf ein flexibles und komplett in der Ohrmuschel versenkbares HyperClear-Super-Wideband-Modell. Das ist nicht nur praktisch, wenn man das Headset gerade ohne Sprachübertragung verwendet, sondern sorgt auch optisch für einen aufgeräumten Eindruck. Bei einem Streaming-Headset ist die Sprachqualität schließlich mindestens ebenso wichtig wie der Klang auf den Ohren.

Fazit: Für alle, die beim Gaming süß statt schlicht auftreten wollen …
… dabei aber nicht auf einen hervorragenden Klang und ein sehr gutes Mikrofon verzichten müssen.
Das Razer Kraken Kitty V3 Pro richtet sich an eine klar umrissene Zielgruppe: Menschen, die beim Gaming nicht nur Wert auf den Klang legen, sondern auch ihren persönlichen Stil zeigen möchten. Die Katzenohren und die anpassbare RGB-Beleuchtung sind dabei keine Nebensache, sondern der eigentliche Grund, sich für dieses Headset zu interessieren. Gleichzeitig bietet das V3 Pro mit kabelloser Verbindung, Bluetooth, USB, räumlichem Audio und einem einziehbaren Mikrofon eine vielseitige Ausstattung und kann im Klangtest vollständig überzeugen. Man bekommt mit der Kitty V3 Pro ein ausgezeichnetes Allround-Headset für Gaming, Filme und Musik – und ein paar Katzenohren dazu.




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