Auf der gamescom 2026 musste man VR-Titel zwar mit der Lupe suchen, aber manchmal hat es sich gelohnt, wie bei Darts VR2: Bullseye der Immersive Gamitronics Studios. Also, lasst uns das Spiel mal näher anschauen.

Auf der gamescom noch in der Meta Quest angeschaut, wurde uns ein Key für die PlayStation VR2 zur Verfügung gestellt.
Darts VR2: Bullseye ist ein Dartspiel in virtueller Realität. Man spielt Darts in verschiedenen Modi: klassisches 501, „Around the World“ und Killstreak. Im Zombiemodus verteidigt man sich mit Darts gegen Gegnerwellen. Man kann allein spielen, online gegen andere antreten oder eigene Turniere erstellen.

Wir haben Darts VR2: BullsEye, wie schon erwähnt, auf der PlayStation VR2 in der Version 1.000.021 gespielt. Das Spiel gibt es außerdem auf PCVR und Meta Quest. Nach einem Download von 1,981 Gigabyte der 2,01 Gigabyte auf der SSD beanspruchte, konnten wir ausprobieren, wie gut wir im Darts-Game drin sind.

Ersteindruck
Aller Anfang ist schwer.

Die Aufmachung beim ersten Starten ist sehr hübsch gemacht, man steht in einer Halle und um einen herum sieht man die verschiedenen Spielmodi, von denen es eine ganze Menge gibt. Da ist nicht nur der klassische 501 vertreten, sondern auch „Around the World“ , „Killstreak“ oder ein Kampf gegen Zombies. Auch ein plattformübergreifender Online-Turniermodus wird geboten, und man kann seine Singleplayer-Ergebnisse mit denen der Spieler weltweit vergleichen.
So lasst uns einen Blick auf die verschiedenen Modi werfen:


501 – ist der klassische Dartmodus: Spieler starten mit 501 Punkten und ziehen mit jedem Wurf die erzielten Punkte ab. Wer genau bei null landet, gewinnt.

Around the World ist ein Dartspielmodus, bei dem du die Zahlen auf der Scheibe der Reihe nach treffen musst: erst die 1, dann die 2 und so weiter bis zur 20. Ziel ist es, einmal um die Scheibe herumzukommen.

Killstreak ist ein Punktejagd-Modus: Man versucht, möglichst viele Treffer hintereinander zu landen. Jeder erfolgreiche Wurf verlängert die Serie; ein Fehlwurf beendet sie. So geht es darum, den eigenen Rekord zu übertreffen.

Im Zombiemodus wirft man Darts auf herannahende Zombiehorden und versucht, möglichst lange zu überleben. Der Modus mischt Darts mit einem einfachen Arcade-Überlebenskampf.

Party Night ist der lockere Mehrspielermodus: Man kann sich mit Freunden zusammentun oder andere Spieler treffen und gemeinsam Dart spielen. Dabei geht es eher ums Zusammenspielen und Spaßhaben als um einen festen Ligawettkampf. Der Modus unterstützt bis zu acht Spieler.

League ist der Wettbewerbsmodus. Dort tritt man in organisierten Ligaspielen und Turnieren gegen andere an und kann seine Leistung vergleichen. Das Spiel bietet dafür auch Ranglisten und einen Esports-Modus.

Zur Info : Party Night und League waren zu unserem Testzeitpunkt noch nicht freigeschaltet.

Alles in allem wird es auf jeden Fall nicht langweilig, egal ob man alleine oder mit mehreren spielen möchte.

Gameplay
Übung macht den Meister

Das Handling gehört zu den Stärken von Darts VR2: Bullseye. Die Pfeile werden mit den VR-Controllern geworfen, wobei Handbewegung, Abwurfwinkel und Zeitpunkt des Loslassens die Flugbahn beeinflussen. Dadurch fühlt sich das Werfen körperlich und nachvollziehbar an. Sitzt ein Wurf, ist der Treffer entsprechend befriedigend.

Ganz ohne Eingewöhnung geht es jedoch nicht: Wer präzise treffen möchte, muss ein Gefühl für die Steuerung entwickeln und seine Würfe kontrolliert ausführen. In unserem Test haben wir vereinzelt Ungenauigkeiten beim schnellen Werfen oder kleine Abweichungen beim Tracking wahrnehmen müssen. Manchmal hatten wir (bei 501) auch Würfe, die einfach gar nicht getrackt wurden, aber am Ende als Wurf, natürlich mit 0 Punkten, gezählt wurden. Das Zielen auf weiter entfernte Gegner im Zombiemodus wirkt weniger überzeugend als das Werfen auf die Dartscheibe. Hier ging es nur noch um Schnelligkeit, also darum, einen Pfeil nach dem anderen zu werfen. Da hatte man nicht mehr groß Zeit, um zu zielen. Klar, macht der Modus ein wenig Spaß, verfällt aber relativ schnell in Stress und Hektik, wenn bereits in den ersten Leveln die Zombies aus 4 verschiedenen Richtungen auf einen zugewankt kommen, und das zahlreich.

Insgesamt aber ist das Handling gelungen und macht den Kern des Spiels aus. Es belohnt ruhige, gezielte Würfe, braucht aber einiges an Zeit und Übung, bis die Pfeile zuverlässig dort landen, wo man sie haben möchte.

Grafik & Sound
Stimmige Atmosphäre, die zum Setting passt

Grafisch setzt Darts VR2: Bullseye auf klare Sicht und gut erkennbare Dartscheiben statt auf aufwendige Effekte. Die Umgebungen – etwa die pubähnlichen Spielorte – schaffen eine passende Atmosphäre, bleiben aber eher schlicht. Das hilft, den Blick auf die Scheibe und die Würfe zu richten. Im Zombiemodus gibt es mehr visuelle Action.

Der Sound unterstützt die Spielatmosphäre mit dem dumpfen Einschlag der Darts, Umgebungsgeräuschen und Publikumsreaktionen. Die Treffergeräusche vermitteln ein direktes Feedback und passen gut zum Spielgeschehen. Die Hintergrundgeräusche können sich mit der Zeit allerdings wiederholen.

Insgesamt sind Grafik und Sound zweckmäßig und stimmig. Sie sorgen für eine angenehme Dart-Atmosphäre. Die Präsentation erfüllt ihren Zweck vor allem dort, wo es wichtig ist: beim Werfen und beim Blick auf die Scheibe.

Langzeitmotivation & Spielzeit
Wer Darts mag, hat hier viel zu tun, und das für eine ganze Weile

Wie lange Euch das Spiel unterhält, hängt vor allem davon ab, wie viel Spaß man am Dartspielen selbst hat. Die verschiedenen Modi bringen Abwechslung: Während 501 und Party Night für klassische oder gesellige Partien gedacht sind, laden Killstreak und „Around the World“ dazu ein, den eigenen Rekord zu verbessern. Online-Turniere und Ranglisten können zusätzlich motivieren, sich mit anderen Spielern zu messen.

Eine klassische Kampagne oder eine umfangreiche Einzelspielerhandlung steht dabei nicht im Mittelpunkt. Der Reiz entsteht vielmehr durch kurze, wiederholbare Partien und den Wunsch, die eigene Leistung zu steigern. Wer gerne Darts spielt oder regelmäßig Freunde zu einer Runde einlädt, dürfte länger Freude daran haben.

Fazit
Gute VR-Darts, mit kleinen technischen Dellen

Darts VR2: Bullseye bietet eine gelungene VR-Darterfahrung mit mehreren Spielmodi, die sowohl für Einzelspieler als auch für gemeinsame Runden etwas bereithalten. Besonders das Werfen auf die Dartscheibe macht Spaß: Mit etwas Übung fühlen sich die Würfe präzise und belohnend an. Die stimmige Atmosphäre und die passenden Treffer- und Publikumsgeräusche runden das Spielgefühl ab.

Ganz rund läuft das Spiel jedoch nicht. Gelegentliche Tracking-Probleme und nicht registrierte Würfe können frustrieren. Auch der Zombiemodus verliert durch das hektische Geschehen schnell an Reiz. Wer eine abwechslungsreiche VR-Dartsammlung sucht und bereit ist, sich in die Steuerung einzuarbeiten, bekommt dennoch ein unterhaltsames Spiel für kurze Partien und gesellige Abende.

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