Mit „Fire & Ash“ geht World of Tanks: HEAT in die nächste Runde. Season 2 bringt einen neuen Agenten, drei neue Fahrzeuge, eine dynamische Vulkan-Map und erstmals Gefechte mit 40 Spielern.
Wargaming legt bei World of Tanks: HEAT den nächsten Gang ein. Nach dem Start des Free-to-Play-Tactical-Shooters und der ersten Season steht nun mit Season 2: Fire & Ash das nächste große Inhalts-Update vor der Tür. Ab dem 2. September 2026 wird es auf den Schlachtfeldern deutlich heißer – und das ist diesmal durchaus wörtlich gemeint.
Denn neben neuen Agenten und Fahrzeugen wartet mit Inferno One eine Karte, auf der sich das Schlachtfeld während einer Partie tatsächlich verändert. Dazu kommt mit 20v20 Conquest ein neuer Spielmodus, der die bisherigen Gefechte hinsichtlich der Spielerzahl ordentlich aufbohrt.
Gambit bringt eine andere Art der Verteidigung
Im Mittelpunkt der neuen Season steht der Agent Gambit. Er gehört zur Defender-Klasse, verfolgt dabei allerdings einen etwas anderen Ansatz als die bisherigen Vertreter seiner Rolle.
Gambit soll nicht einfach nur möglichst lange Beschuss aushalten. Stattdessen wird es für Gegner gefährlich, ihn und seine Verbündeten anzugreifen. Seine Fähigkeit Feedback Loop verwandelt Treffer auf Gambit gewissermaßen in ein Problem für den Angreifer: Beschuss erzeugt Störungen, die auf den Gegner zurückwirken. Je näher der Angreifer dabei ist, desto unangenehmer wird der Effekt.
Auch seine ultimative Fähigkeit Iron Curtain passt zum defensiven Spielstil. Reparaturdrohnen unterstützen Verbündete, reparieren unter anderem beschädigte Ketten und verleihen den Fahrzeugen zusätzlichen Schutz. Damit kann ein eigentlich schon verlorener Frontabschnitt möglicherweise noch einmal gedreht werden.
Zwei neue Panzer für Gambit
Gambit kommt natürlich nicht allein. Gleich zwei neue Fahrzeuge gehören zu seinem Arsenal.
Der T-72SH setzt auf Kontrolle und elektronische Störung. Mit seinen Tesla Discs kann das Fahrzeug Bereiche des Schlachtfelds kontrollieren und Gegner in Schwierigkeiten bringen. Hinzu kommt der Disruption Field Generator, der die Zielerfassung gegnerischer Fahrzeuge stören kann.
Wer dagegen lieber mitten ins Gefecht fährt, dürfte einen Blick auf den M60A3E2 werfen. Das Fahrzeug ist darauf ausgelegt, auch unter starkem Beschuss noch Druck auszuüben. Seine Energized-Plating-Fähigkeit verstärkt die Schutzwirkung der zusätzlichen Panzerung für kurze Zeit.
Damit dürften die beiden Fahrzeuge trotz ihres gemeinsamen Agenten ziemlich unterschiedliche Spielweisen ermöglichen.
Ember bekommt den M1150 Breacher
Auch die bereits bekannte Agentin Ember erhält Verstärkung. Ihr neues Fahrzeug hört auf den Namen M1150 Breacher – und der Name ist Programm.
Statt klassischer Distanzkämpfe setzt der Breacher auf brutale Nahkampfkraft. Sein auffälligstes Merkmal ist der Flammenwerfer. Dazu kommen Line Charges, mit denen Sprengladungen in zwei Linien vor dem Fahrzeug platziert werden können.
Noch interessanter wird es mit den Incendiary Launchers. Sie erzeugen Feuerzonen und gleichzeitig eine schwarze Rauchwand, die sowohl die normale als auch die thermische Sicht behindert. Damit kann der Breacher nicht nur Schaden verursachen, sondern auch ganze Bereiche des Schlachtfelds kontrollieren.
Wer also gerne aggressiv spielt und dem Gegner möglichst wenig Raum lässt, dürfte mit Ember und ihrem neuen Fahrzeug einiges ausprobieren können.
Inferno One: Wenn die Map plötzlich gefährlich wird
Das wohl spannendste Feature von Season 2 ist allerdings nicht unbedingt ein neuer Panzer, sondern die neue Karte Inferno One.
Das Szenario befindet sich in einer Vulkanstadt auf einem alternativen Island. Der Vulkan ist dabei weit mehr als reine Kulisse. Die Lava bewegt sich während des Gefechts.
Schon kurz nach Beginn der Partie setzt sich der Lavastrom in Bewegung und breitet sich weiter aus. Dabei können Deckungen und wichtige Engpässe nach und nach verschwinden. Wer zu lange auf einer Position bleibt, könnte plötzlich feststellen, dass der ursprünglich geplante Fluchtweg nicht mehr existiert.
Das verändert die taktische Ausrichtung der Karte erheblich. Statische Verteidigungspositionen sind möglicherweise nicht mehr dauerhaft sicher. Gleichzeitig müssen Spieler ständig beobachten, wie sich die Lava ausbreitet und welche Wege dadurch noch zur Verfügung stehen.
Inferno One könnte damit zu einer der interessantesten Karten von HEAT werden, weil nicht nur die gegnerischen Panzer für Bewegung auf dem Schlachtfeld sorgen.
20 gegen 20: World of Tanks: HEAT wird deutlich größer
Wer die bisherigen Gefechte bereits für hektisch hält, sollte sich auf 20v20 Conquest einstellen.
Wie der Name bereits verrät, treten hier 20 Spieler pro Team gegeneinander an. Insgesamt befinden sich damit bis zu 40 Panzer gleichzeitig auf dem Schlachtfeld. Dabei geht es um fünf Basen, die gleichzeitig umkämpft werden können. Außerdem gibt es unbegrenzte Wiedereinstiege.
Das dürfte die Dynamik von HEAT deutlich verändern. Statt sich ausschließlich auf einen Frontabschnitt zu konzentrieren, müssen Teams mehrere Bereiche gleichzeitig im Blick behalten.
Für koordinierte Teams ergeben sich dadurch neue taktische Möglichkeiten. Gleichzeitig dürfte der Modus für ordentlich Chaos sorgen, wenn an mehreren Stellen gleichzeitig die Geschütze sprechen.
Battle Pass und Quality-of-Life-Verbesserungen
Season 2 bringt außerdem einen neuen Battle Pass. Der „Fire & Ash“-Pass läuft über einen gemeinsamen Fortschrittspfad. Durch Matches und Missionen sammeln Spieler Intel und schalten damit Belohnungen frei. Besitzer des Premium-Passes können freigeschaltete Belohnungen in beliebiger Reihenfolge abholen.
Wargaming hat außerdem verschiedene Komfortfunktionen überarbeitet. Unter anderem zeigt das Fadenkreuz künftig die Entfernung zum anvisierten Ziel an. Bei bestimmten Munitionsarten wird zusätzlich angezeigt, ob sich das Ziel innerhalb der optimalen Entfernung befindet.
Auch auf den Konsolen gibt es Verbesserungen. Unter anderem wird mit Season 2 die Unterstützung für Tastatur und Maus ergänzt.
Fire & Ash ist mehr als nur ein weiteres Content-Paket. Mit Gambit, drei neuen Fahrzeugen, Inferno One und den 20v20-Gefechten verändert Wargaming an mehreren Stellen gleichzeitig das Gameplay von World of Tanks: HEAT.
Besonders die Kombination aus der dynamischen Vulkan-Karte und den großen 20v20-Gefechten könnte für deutlich andere Schlachtverläufe sorgen. Während Gambit und seine Fahrzeuge neue taktische Möglichkeiten eröffnen, bringt der M1150 Breacher einen sehr aggressiven Spielstil ins Spiel.
Season 2 startet am 2. September 2026 und markiert gleichzeitig den Beginn des geplanten regelmäßigen Season-Modells von HEAT. Künftige Seasons sollen ungefähr im Abstand von drei Monaten erscheinen.
Für Spieler, die dem Free-to-Play-Panzershooter bisher eine Chance gegeben haben, dürfte sich ein erneuter Blick also durchaus lohnen.





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